Ernährungsmythen in der Stillzeit
Hier erfahren Sie die Wahrheit über Ernährungsratschläge rund um's Stillen.
Viel trinken fördert die Milchbildung
Falsch! Wichtig ist genügend, doch auch nicht übermäßig zu trinken! Weder Unmengen von Wasser noch große Mengen Stilltee sind geeignet die Milchbildung nachweislich anzuregen – dazu ist häufiges Anlegen das geeignete Mittel!
Obst ist die Ursache für Wundsein des Kindes
Falsch! Dass ein wunder Po durch den Verzehr bestimmter Obstsorten entsteht, konnte bisher nicht wissenschaftlich belegt werden. Dennoch berichten Mütter von einer Besserung des Wundseins nach dem Weglassen von bestimmten Obstsorten. Da Obst ein wichtiger Lieferant von Vitaminen und vielen Schutzstoffen ist, ist der generelle Verzicht auf Früchte oder bestimmte Sorten nicht zu empfehlen! Nur im Einzelfall und bei entsprechender Indikation ist das Weglassen angebracht.
Gemüse bläht auch das Baby
Falsch! Auch der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von blähenden Lebensmitteln und Blähungen beim Säugling beruht auf Erfahrungswerten und nicht auf wissenschaftlichen Ergebnissen. Sollte tatsächlich beim Baby eine Unverträglichkeit auf einzelne Lebensmittel, wie Hülsenfrüchte, Kohl oder Zwiebeln feststellbar sein, lohnt es sich auf diese Lebensmittel zu verzichten.
Stillen ist die ideale Zeit für eine natürliche Gewichtsabnahme
Richtig! Die während der Schwangerschaft angelegten Fettreserven an Gesäß, Bauch und Oberschenkeln werden im Laufe der Stillzeit, unterstützt durch Hormone, gezielt wieder abgebaut. Vor Diäten oder anderen Maßnahmen zu einer raschen Gewichtsreduktion ist jedoch zu warnen, da sie nicht nur die Mutter stark belasten, sondern auch eine erhöhte Menge an Schadstoffen, die im mütterlichen Fettgewebe deponiert war, gelangt dabei in die Muttermilch.
